Große Spannung vor dem Start zum Ultimate Human Race: Weltgrößter und bedeutendster Ultralauf beginnt mit Up-Kurs.
Am kommenden Sonntag, 9. Juni 2024, schauen alle Augen der Laufwelt auf das weltgrößte Ultralauf-Ereignis im südlichen Afrika, dem Comrades-Up-Run, der diesmal über die bisher kürzeste Distanz von 85,91 km von Durban nach Pietermaritzburg führt. Pure Spannung liegt in der Luft, wer wird in 2024 das Rennen gewinnen?
Nur ein Kampf um Platz 2?
Ziemlich sicher scheint die Sieganwärterin bei den Frauen zu sein, Ultralaufkönigin Gerda Steyn (Südafrika) dürfte wohl kaum zu bezwingen sein.

Doch um Rang zwei und drei gibt es starke Mitfavoritinnen. Da wären Adele Broodryk (Nedbank) und Carla Molinaro, beide im Vorjahr auf den Podiumsplätzen. Doch beide ließen vorab erkennen, dass sie ihre Stärken auf der für sie ungewohnten Up-Distanz nicht gut einschätzen können. Vielleicht kommt dabei eine Außenseiterin zum Zuge, wie die Novizin Andrea Pomaranski (USA/Nedbank), die Irin Caitriona Jennings (Nedbank) oder eine bisher unbekannte Läuferin? In der Reihenfolge nach der Favoritin Gerda Steyn bleibt vieles offen.
Starkes Männerfeld
Im Männerfeld ist der Nervenkitzel am größten, wie auch im Vorjahr muss man mit den herausragenden Nedbank-Vertretern rechnen, wie der Team-Manager Nick Bester schon verlauten ließ: "Ohne Zweifel ist dies das stärkste und wettbewerbsfähigste Team, das wir je beim Comrades-Marathon hatten". Allen voran die beiden Gallionsfiguren Tete Dijana und Edward Mothibi, nicht zu vergessen der Vorjahreszweite und damalige Debütant Piet Wiersma (Niederlande/Nedbank). Alle drei könnten erneut eine Glanzrolle spielen, wobei die stärkste Konkurrenz mit Onalenna Khonkhobe ("jeder kennt meinen Namen", rief er nach dem Two-Oceans-Sieg) aus dem eigenen Lager kommt.
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Doch im Nedbank-Team warten noch weitere Läufer auf ihre Chance, auch sie könnten "Spielverderber" im Rennen sein, Konkurrenz belebt gewissermaßen das "Geschäft".
40.000 Euro für den Sieger
Wobei auch andere Aspiranten Ansprüche anmelden wollen, so der letzte Up-Run-Sieger 2019 Bongmusa Mthembu (Südafrika), der allerdings seinen Zenit als Läufer bereits überschritten haben dürfte. Auch Nkosikhona Mhlakwana (Südafrika) ist ein Anwärter (3. beim diesjährigen 50-km-Lauf in 2:50 Stunden), genauso wie Givemore Mudzingganyama (Zimbabwe), der Two Oceans-Sieger 2023 und Drittplatzierte 2024 beim gleichen Rennen. Seine Landsleute aus Zimbabwe und die Starter aus Lesotho sind ebenso erpicht auf einen vorderen Rang im Klassement, wobei die Goldmedaillen (alles bis Rang 10) mit hohen Geldpreisen ausgestattet sind. Die Sieger erhalten in 2024 immerhin stolze 825.000 Rand (= ca. 40.000 Euro) inklusive aller Boni, das Gesamtpreisgeld beträgt 4.092.000 Rand.
Weitere interessante Namen

Ein Starter sollte nicht vergessen werden: Der Masters-Sieger und Rekordhalter vom Vorjahr, Wayne Spies (Australien / Nedbank), hegt große Hoffnungen auf einen Spitzenrang. Sein Credo: "Ich bin klein und leicht, die Hügel kommen mir sehr entgegen." Doch in Südafrika gibt es zahlreiche Läufer, die das Talent hätten, ganz vorn um den Sieg mitzulaufen - eine Vorhersage bleibt deshalb ungewiss.
Zum Schluss noch ein Starter, der in früheren Jahren zur Weltklasse im Ultralauf zählte (als Spezialist im Ultra-Berglauf) und jetzt in der Altersklasse 70+ gemeldet ist: Peter Camenzind (Schweiz), früherer Swiss-Alpine Sieger.
Fotos: CMA und Kirsten Oliver

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