Das große Laufbuch der Trainingspläne

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Mit großen Erwartungen startete der Extremsportler Rainer Predl am Donnerstag um 17.00 Uhr seinen 48-Stunden-Lauf im Frunpark Asten bei Linz.

Er ging mit dem Ziel ins Rennen, den österreichischen Rekord von Andreas Michalitz von 375 Kilometer zu brechen. Bei sehr hohen Temperaturen spulte der 26-Jährige aus Lassee eine Runde nach der anderen zu jeweils 1.192,05 Meter ab.

Das Wetter war trotz der Hitze ganz nach dem Geschmack von Rainer Predl, der es gerne heiß hat. Aber nicht das Wetter, sondern sein Knie (Predl brach sich im Vorjahr die Kniescheibe) entpuppte sich nach nur 15 Kilometern als großer Spielverderber. "Die Schmerzen bereits in der Anfangsphase eines so langen Laufes haben mich echt auf Trab gehalten. Ich kannte das bis dato nicht und musste somit von Beginn an kämpfen. Und so habe ich bereits nach 30 Kilometer ernsthaft ans Aufhören gedacht", so Rainer Predl über seine Startschwierigkeiten.

Ein Wechselbad der Gefühle

Doch wer Rainer Predl kennt, weiß, dass der Extremsportler hart im Nehmen ist und nicht so schnell aufgibt. Am Freitag stiegen die Temperaturen nochmals an und verlangten dem Sportartikelfachmann alles ab - und so nahm Predl auch Verbrennungen zweiten Grades als "Andenken" an seinen Rekordversuch mit. Am Samstag schlug das Wetter dann ein wenig um und bescherten dem Extremsportler Regenschauer. Ebenso wie das Wetter war der 48h-Lauf auch für Predl ein Wechselbad der Gefühle. "Ich hatte echt sehr bockige Phasen und somit möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei meinem Betreuerteam bedanken, das mich auch in den grimmigen Stunden ertragen und mich weiter gepusht hat", ist Predl dankbar für den tollen Support.

Persönliche Bestleistung um 50 Kilometer gesteigert

Auch zahlreiche Begleitläufer munterten Rainer Predl immer wieder auf und sorgten somit auch für ein Happy End. Nach 48 Stunden hatte der 26-Jährige 274 Runden und somit 326,608 Kilometer abgespult. Den anvisierten Rekord von 375 Kilometer erreichte Predl zwar nicht, aber er verbesserte immerhin seinen persönlichen von 279 Kilometern um fast 50 Kilometer. "Im Vergleich zu meinen ersten drei 48-Stunden-Läufen konnte ich mich dieses Mal deutlich verbessern. Für mich war es sehr wichtig, dass die 300er-Marke gefallen ist - lieber wären mir natürlich die 400 gewesen, aber das Kapitel ist noch nicht zu Ende", denkt Rainer Predl somit trotz der Schmerzen unmittelbar nach dem Lauf auf einen neuen Angriff auf den österreichischen Rekord.

Rainers Wahnsinn - Härter als "7 Tage am Laufband"

"Für mich war es der härteste Lauf, den ich je bestreiten musste - er war definitiv auch härter als mein '7 Tage am Laufband'-Weltrekord. Ich kann von diesem Lauf in Asten sehr viel mitnehmen. Zum einen, dass ich zu 100 Prozent weiß mehr schaffen zu können und zum Anderen, dass ich auf mein Team voll zählen kann. Asten war somit weder ein Sieg noch eine Niederlage - es war Rainer Wahnsinn", so das erste Resümee von Rainer Predl.

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Spenden für das Neunerhaus

Jetzt steht für den Extremsportler erst einmal Regeneration am Programm, um möglichst schnell wieder fit zu werden. Im Rahmen des Projekts "48UrrVanAsten" wurden auch dieses Mal zahlreiche Spenden für "Das Neunerhaus" gesammelt. Diese unterstützen obdachlose Menschen in den Städten Österreichs und gewährleisten ihnen ein menschenwürdiges Leben. Auch deren Haustieren soll es dabei gut gehen, ein eigenen Tierkrankenhaus peppelt auch die Wegbegleiter in den harten Zeiten wieder auf. "Ich danke allen, die da waren, jeder einzelne hat dazu beigetragen für die gute Sache dem Neunerhaus ein Lächeln zu zaubern", freut sich Predl.

Vorfreude auf die WM

Bereits unmittelbar nach dem Lauf verkündete Rainer Predl, dass er sich schon auf die 100-Kilometer-Weltmeisterschaft 2017 freut. "Bei 100 Kilometer fühle ich mich momentan am wohlsten und deshalb werde ich Österreich nächstes Jahr bei der WM mit Stolz vertreten", so Predl.

Großer Dank an Sponsoren

Ein ganz besonderer Dank gilt auch allen Sponsoren und Unterstützern - Megafit Fitness Studio, Fitrabbit Bio Sport Drink, Intersport Winninger, Allin Nahrungsergänzung, PR Beratung Werner Schrittwieser, Sport Österreich, Frunpark Asten, HFP Training, Gsund & Stoark Christian Aumüller, Omotion Austria und Mike Dee.

Das "Monster-Team" Diese Menschen stehen hinter dem Projekt "48UrrVanAsten"

Schiedsrichter und Hauptbetreuer: Christian Weingartner
Pressesprecher: Werner Schrittwieser
Betreuer: Christian Mayerhofer, Tino Griesbach, Benjamin Cejka, Linda Moritz, Megy Dekovska
Ernährung: Christian Aumüller
Techniker: Christoph Holub und Thomas Thalauer
Ausstatter: UVU Racing
Location: Frunpark Asten
Fitrabbit Biosport Drink

Zur Person - Rainer Predl

Name: Rainer Predl Beruf: Sportartikelfachmann Wohnort: Lassee
Geburtstag: 15.01.1990
Größe: 180 cm
Gewicht: 65 kg
Hobbys: Weinanbau, Organisieren von Events, Radfahren, Schwimmen, Laufen
WM und EM-Einsätze: vier Mal in Belgien, Italien, Niederlande und Polen

Größte Erfolge:

"7 Tage am Laufband"-Weltrekord - 852,46 km
100km Laufband Weltrekordhalter - 7:15:08
Staatsmeister 100km 2016 - 7:08
12-Stunden Laufband Weltrekordhalter - 149,11km
6-Stundenlauf Österreich-Rekord - 85,517km am Stück
Gesamtieger Saharamarathon in 2:50:06
Ultralaufcup Gesamtsieger und Ultraläufer des Jahres 2011
100km Straße Bestzeit bei der WM in Italien in 7:13:00
Österreichischer Meister Ultralauf 2011
Löwenherz Gewinner - Benefizprojekt Laufen für die gute Sache


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Kommentare   

+1
Bravo Rainer. Mit dem Rekord klappt es bestimmt auch noch
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