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Fußball in Deutschland hat eine über hundertjährige Tradition.

Nach der Gründung der FA (Football Association) im Jahr 1863 in Großbritannien wurde der Fußball nach Deutschland gemacht.

Erstes dokumentierte Spiel in Lüneburg

Anfänglich nur in Schulen ausgeübt, wurden schnell auch die ersten Vereine gegründet und Spiele ausgetragen. Wer der erste Fußballklub in Deutschland war, ist umstritten. 1874 wurde der Dresden English Football Club gegründet. Der soll aber nach Rugby-Regeln gespielt haben. Die ersten tatsächlichen Spiele wurden aber 1875 in Lüneburg dokumentiert.

In den folgenden Jahrzehnten wurden allerdings nach und nach viele weitere Vereine gegründet. Der BFC Germania 1888 aus Berlin ist der älteste Fußballverein, der bis heute noch existiert. Auf Verbandsebene nimmt der Bund Deutscher Fußballspieler die Vorreiterrolle ein, der im Jahr 1890 gegründet wurde.

Meilenstein im Jahr 1900

Das erste inoffizielle Länderspiel wurde 1898 ausgetragen. Deutsche Auswahlmannschaften traten dabei gegen englische und französische Verbände an. Zwei Jahre später wurde der Deutsche Fußball-Bund gegründet, der bis heute der nationale Dachverband ist.

So wurde nur drei Jahre später die erste deutsche Meisterschaft ausgetragen, die an den VfB Leipzig ging. Das erste offiziell durchgeführte Länderspiel fand im Jahr 1908 statt, wo sich die DFB-Elf der Schweiz 3:5 geschlagen geben musste. Nur vier Jahre später gelang dem Nationalteam der bis heute höchste Sieg: Ein 16:0 gegen Russland. 2006 kam man mit einem 13:0 gegen San Marino dem Rekord sehr nahe. Wer über wettanbieter.de damals auf einen so hohen Erfolg Deutschlands gesetzt hätte, hätte mit Sicherheit groß abgeräumt. Hohe Siege kommen zwar heute noch regelmäßig vor. Aber zweistellige Resultate sind gerade unter europäischen Nationalteams kaum noch möglich.

Gründung der Bundesliga

In der Zeit des Nazionalsozialismus wurden ab 1933 viel Regionalverbände aufgelöst. Die eingeführte „Gauliga“ ermittelte aber weiterhin die nationalen Meister. 1944/45 wurde die Saison wegen des Weltkrieges abgebrochen. Nach dem Krieg gab es zuerst bis 1949 Zonenmeisterschaften, ehe die DDR und die Bundesrepublik Deutschland eigene Wettbewerbe veranstalteten. In der Bundesrepublik gab es allerdings bis 1963 keine einheitlich Liga, sondern fünf bis sechs Oberligen, wo am Ende der Saison die Meister um den bundesweiten Titel kämpften. Erst ab 1963 wurde die bis heute bestehende Bundesliga eingeführt.

Rekordjahr 1974

Im Jahr 1954 gelang Deutschland mit einem Sensationssieg gegen das Wunderteam aus Ungarn der erste WM-Titel. 18 Jahre feierten sie auch den ersten Europameistertitel, ehe man nur zwei Jahre später im Jahr 1974 erneut Weltmeister wurde. Im gleichen Jahr gelang der DDR auch der Olympiasieg und Bayern kürte sich zum Sieger im "Pokal der Landesmeister"

Erster Meister in der „Deutschen Bundesliga“ war 1964 der 1. FC Köln. Rekordmeister Bayern München feierte 1969 den ersten Titelgewinn. Der Hamburger SV ist der einziger Verein, der alle Saisonen in der höchsten Liga vertreten war. Allerdings droht heuer der erstmalige Abstieg. Der erste DFB-Pokalsieger wurde 1952/53 ermittelt. Siegreicher Verein: Rot-Weiss-Essen. Der Vorgänger des DFB-Pokal war der Tschammerpokal, der von 1935 bis 1943 ausgetragen wurde.

Titel-Hattrick

Rekordmeister Bayern München ist auch international der erfolgreichste Klub aus Deutschland. Bayern war der erste deutsche Verein, der den Pokal der Landesmeister (heute „Champions League“) gewann. Nach dem Triumph 1974 feierten die Münchner auch in den folgenden zwei Jahren den Titel. Mittlerweile hält Bayern bei fünf Champions League Siegen. Dortmund und Hamburg waren einmal der stärkste Verein Europas. Nur ein Jahr nach Bayerns erstem Erfolg, sorgte Borussia Mönchengladbach für den ersten deutschen Sieg im UEFA Cup (heute „Europa League“)

Meilensteine im Deutschen Fußball

  • 1874: Erstes Fußballspiel
  • 1875: Erstes Fußball-Regelwerk
  • 1874/1875: Gründung des ersten Fußballvereins
  • 1888: Gründung des ältesten bis heute noch existierenden Fußballverein
  • 1890: Gründung des ersten Fußballverbandes
  • 1898: Erstes inoffizielles Länderspiel
  • 1900: Gründung des Deutschen Fußball-Bundes
  • 1903: VfB Leipzig gewinnt die erste deutsche Meisterschaft
  • 1908: Erstes offizielle Länderspiel
  • 1934: 1. WM-Teilnahme (Platz 3)
  • 1949: Trennung des Meisterschaftsbetriebes zwischen DDR und BRD
  • 1952: Erster DFB-Pokalbewerb
  • 1954: 1. WM-Titel
  • 1963: Einführung der Bundesliga
  • 1972: 1. EM-Titel
  • 1974: Olympiasieg für die DDR
  • 1974: Erstmals Ausrichter von Fußball-Weltmeisterschaften und WM-Titel
  • 1974: Erster Titel eines deutschen Klubs im Pokal der Landesmeister (Champions League)
  • 2003: Das deutsche Frauen-Nationalteam wird erstmals Fußball-Weltmeister
  • 2014: 4. WM-Titel
  • 2017: 1. Titel beim FIFA-Könföderationen-Pokal

Fußball heute in Deutschland

In Deutschlands höchster Liga kämpfen 18 Vereine um den Titel. Zwei bis drei Vereine steigen in die 2. Bundesliga ab, von dieser steigen wiederrum zwei oder drei Vereine auf. In der Saison 2008/2009 wurde in Deutschland eine dritte Profiliga mit 20 Mannschaften realisiert. Das heißt, in Summe gibt es in Deutschland 56 Profivereine. Unter der 3. Liga beginnen die regionalen Ligen.

Die nicht nur historisch, sondern auch derzeit stärkste Fußballmannschaft Deutschlands ist ohne Zweifel Bayern München. Seit 2012/2013 holten Manuel Neuer & Co ununterbrochen den Titel.

In den letzten Jahren war meist Dortmund der härteste Rivale. Die Borussen waren 2012 auch der letzte deutsche Meister, der nicht Bayern München hieß. Mit RB Leipzig könnte aber in naher Zukunft ein ernsthafter Rivale auf Bayern zukommen. Leipzig wurde nach dem Bundesliga-Aufstieg in der Saison 2016/2017 auf Anhieb Vizemeister und hat durchaus die Infrastruktur um Bayern in naher Zukunft das Wasser reichen zu können.

Deutsches Ligensystem

  • 1. Bundesliga (18 Vereine)
  • 2. Bundesliga (18 Vereine)
  • 3. Bundesliga (20 Vereine)
  • 5 Regionalligen (je 18 Vereine)
  • 12 Oberligen (davon zwei mit zwei Staffeln)
  • Verbandsliga/Landesliga (= die höchste regionale Liga eines Verbandes)
  • Darunter hat jeder Landesverband eine eigene Ligenstruktur

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