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Die WM in Katar nimmt ihren Auftakt, eines der größten und wichtigsten Sportereignisse der Welt, das Ende November und bis kurz vor Weihnachten auch den Deutschen Fans den Winterfrust vertreiben und noch mehr Unterhaltung in die Vorweihnachtszeit bringen wird.

Unerwartete Ergebnisse, spektakuläre Tore, Jubel, Trauer und mehr erwartet die qualifizierten Fußballnationen. Vor allem wird bei jeder Weltmeisterschaft auch Geschichte geschrieben – mit Elfmeterschießen, roten Karten und Tormomenten, die man niemals vergisst. Die WM gibt es bereits seit 1930, wir werfen einen Blick auf historische und absolut legendäre Tore von damals bis heute.

Auf Platz 10 der FIFA-Rangliste im Hinblick auf die besten Tore der deutschen Nationalmannschaft liegt das saubere, spektakuläre Tor von Jürgen Klinsmann 1990 beim Spiel gegen Jugoslawien in der Gruppenphase der WM: eine tolle Flanke und ein Tor per Kopfschuss in die rechte Ecke, das den Deutschen das 2:0 in der 40. Spielminute bescherte und den Jungs um Trainer Franz Beckenbauer derartigen Rückenwind verlieh, dass sie das Spiel mit einem 4:1-Sieg beendeten. Die weiteren Tore des Spiels kamen übrigens von Lothar Matthäus in der 28. und 63. Minute sowie von Rudi Völler in der 70. Minute – an den traumhaften Fußballmoment von Klinsmann kamen die Treffer der beiden Kollegen jedoch nicht heran.

Unvergesslich ist auch Diego Maradonas Solo-Lauf im Spiel England gegen Argentinien bei der WM 1986 in Mexiko, das später von der FIFA zum WM-Tor des Jahrhunderts gewählt wurde. Ganze elf Sekunden dauerte sein berühmter Slalom-Run, mit dem er seine Mannschaft in die 2:0 Führung brachte und zur Legende wurde, die Partie endete dann mit einem 2:1 für Argentinien. Journalisten beschrieben einen unvergleichlichen, emotionalen Moment: zwei Gegenspieler nahmen Maradona in die Zange, der argentinische Fußballgott rollte den Ball über den Fuß und brach nach rechts aus, wich einem dritten Gegenspieler aus, hielt den Ball und schoss das Tor, das noch heute als bestes Solo-Tor aller Zeiten gilt. Bezeichnet wurde es oftmals auch als „Fußballperfektion“ und „magisches Ballgefühl“, vereint natürlich mit dem selbstbewussten Auftreten von Maradona, der diesen Alleingang mit hervorgestreckter Brust, Zunge im Mundwinkel und katzenartiger Geschmeidigkeit ausführte.

Carlos Alberto führte als Mannschaftskapitän Brasilien bei der WM 1970 zum Weltmeistertitel. Berühmt ist dabei sein Tor im Endspiel gegen Italien, mit dem er den 4:1 Endstand einholte. Auch dieser Schuss wurde in den Medien oftmals als „perfektes Tor“ bezeichnet: die brasilianische Mannschaft führte insgesamt neun Pässe aus, bevor der Ball zu Carlos Alberto kam, der einen fulminanten Schuss aus der Strafraumgrenze ablieferte – und damit gigantischen Jubel auslöste. Diese WM war übrigens die einzige, an der er teilnahm, und dennoch mit einem einzigen Tor in die Fußballgeschichte einging.

Miroslav Klose schrieb aus einem anderen Grund 2014 bei der WM in Brasilien im Halbfinale gegen den Gastgeber Fußballgeschichte: er schoss Deutschland dabei in die 2:0 Führung, wurde gleichzeitig jedoch auch Rekordhalter der meisten WM-Tore insgesamt: mit 16 Treffern in WM-Spielen, und insgesamt 71 Toren in 136 Länderspielen wurde er zum Torschützenkönig weltweit. Diesen Titel hält er auch heute noch. Zum Wetten WM Ereignisse und Statistiken der Vergangenheit zu studieren, macht viel Sinn, vor allem, wenn es um Tipps auf den diesjährigen Torschützenkönig in Katar geht: Harry Kane lag beispielsweise 2018 mit sechs Treffern auf Platz eins, und wird auch 2022 als einer der Favoriten gehandelt.

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Bei den Qualifikationsspielen zur WM 2022 taten sich auch Memphis Depay mit 12 Treffern, sowie Robert Lewandowski mit neun Toren, Neymar mit acht Toren und Luis Suarez mit acht Toren hervor – und könnten damit Anwärter auf den Thron sein.

Dennis Bergkamp sorgte bei der WM 1989 beim Viertelfinalspiel zwischen den Niederlanden und Argentinien für weltweite Schlagzeilen: es hieß, er hielt die Zeit an, als er in der 90. Minute den Treffer für die Niederlande erzielte und das Team damit ins Halbfinale katapultierte. 1:1 stand es zum Zeitpunkt, und das Elfmeterschießen stand bevor. Vorbereitet von Frank de Boer, übernahm Bergkamp den Ball, trippelte kunstvoll um einen argentinischen Verteidiger herum und schoss den 2:1 Sieg in einem der „magischsten Momente“ der WM-Geschichte.

Den besten deutschen Tormoment bereitete uns laut FIFA-Analyse Uwe Seeler 1970 in Mexiko im Spiel gegen England: im Viertelfinale köpfte er den Ball ins Tor, und zwar rückwärts mit einem erstaunlichen Schuss aus dem Hinterkopf. Es war sein letztes große Turnier, bereits nachdem er offiziell beim DFB abgedankt hatte – ausgerechnet dann zauberte er einen Moment „für die Ewigkeit“ und setzte sich laut dem Spiegel selbst ein Denkmal – zumal nach wie vor niemand so wirklich erklären kann, wie dieser Schuss überhaupt ins Tor gehen konnte. Neben taktischem Geschick und Ballgefühl gehört im Sport ums Runde Leder eben auch etwas Fußball-Magie dazu, und genau diese Momente gehen – neben besonders geschickten, sauberen Treffern – dann in die Historie ein. In diesem Jahr verstarb Uwe Seeler im Alter von 85 Jahren, sein Nachruf erwähnte das Tor, das ihn zur Legende machte, und das damit eine ganz besondere Erwähnung verdient.

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