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Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe: Lange Traumtour ohne Gipfelstress
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Beschreibung
Im Sulztal von der Amberger Hütte aus bietet sich Skitourengehern ein wahres Paradies.
Doch während die Routen auf die Kuhscheibe oder den Windacher Daunkogel oft innerhalb kürzester Zeit abgefahren sind, gibt es in dieser Region auch den ein oder anderen Geheimtipp, der im Winter fast unberührt bleibt.
Da wäre der breite Osthang unterhalb der Zahmen Leck, von welchem eine Variante nicht nur von der Zahmen Leck möglich ist, sondern sogar von der Kuhscheibe. In der Regel werden beide Gipfel nicht bestiegen, da die Schlusshänge zu steil sind und es dafür sehr gute Konditionen bedarf. Das ist aber ohnehin nicht das Hauptziel dieser Skitour, die mit über 28 km und rund 2.200 Höhenmetern alles andere als kurz ist. Denn schließt man beide Varianten mit ein, hat man jeweils rund 600 Höhenmeter Genussabfahrt, bis man auf die meist überfahrenen Standardrouten trifft.
Dank der Amberger Hütte kann die Tour auch auf mehrere Tage aufgeteilt werden. Wer also Lust auf eine kleine Expedition mit gemütlicher Hüttenatmosphäre hat, kann die Strecke auch entspannt auf zwei Tage verteilen. Der Vorteil: Mehr Zeit für Pulver, Panorama und vielleicht auch für einen Kaiserschmarrn.
Die Berge: Zahme Leck und Kuhscheibe im Überblick
Die Zahme Leck mit ihren rund 3.226 Metern zählt zu den weniger markanten Dreitausendern der Stubaier Alpen und ist wohl eher ein kleiner Vorgipfel der Wilden Leck. Der Name klingt zwar harmlos, doch der Gipfel ist alles andere als zahm. Vor allem die steilen Schlussflanken sorgen dafür, dass viele Skitourengeher den Gipfel respektvoll aus der Distanz betrachten. Ein vernünftiger Plan, denn die Hänge jenseits der 40 Grad verlangen perfekte Bedingungen.
Die Kuhscheibe ist mit etwa 3.189 Metern kaum niedriger und ein Klassiker im Sulztal. Von der Amberger Hütte aus zählt sie zu den beliebtesten Skitourenzielen der Region. Wer allerdings den Blick etwas schweifen lässt und sich nicht nur auf den direkten Gipfelanstieg konzentriert, entdeckt rund um den Kuhscheibenferner einige fantastische Abfahrtsvarianten.
Genau hier liegt der Reiz dieser Tour: Statt stur einem Gipfelziel hinterherzujagen, wird das Gelände kreativ genutzt. Zwei lange Abfahrten, ein riesiges Gletscherareal und erstaunlich wenig Betrieb. Manchmal ist es eben klüger, den Gipfel links liegen zu lassen und stattdessen zweimal perfekten Skihang mitzunehmen. Der Berg nimmt es nicht persönlich.
Das Sulztal selbst gehört zu den klassischen Skitourenrevieren in Tirol. Mit der Amberger Hütte als Stützpunkt öffnen sich unzählige Möglichkeiten: vom gemütlichen Hüttenausflug bis zu langen Gletscherunternehmungen. Wer früh startet, erlebt hier oft eine beeindruckende Winterlandschaft mit riesigen Hängen, stillen Tälern und dem Gefühl, plötzlich mitten in den Alpen und ganz weit weg vom Alltag zu sein.
Beschreibung der Route
- Start in Gries beim gebührenpflichtigen Parkplatz.
- Entlang der Forststraße gemütlich, aber lange (fast 6 km) bis zur Amberger Hütte. Der Abschnitt eignet sich hervorragend zum Einrollen der Beine. Oder anders gesagt: Man merkt relativ schnell, ob die Frühstücksportion vielleicht doch etwas zu groß war.
- Nun im Sulztal (In der Sulze) länger dem Weg entlang des Wannenbach geradeaus Richtung Windacher Daunkogel folgen. Das Tal zieht sich dabei gemütlich nach hinten und die Landschaft wird Schritt für Schritt alpiner.
- Nach zwei Steilstufen trennt man sich auf gut 2.600 Metern Höhe endlich vom Hauptweg. Nun nicht geradeaus weiter zum Sulztalferner, sondern in einem scharfen Linksbogen Richtung Westen aufsteigen. Bei guten Schneeverhältnissen kann man auch schon etwas früher auf etwa 2.400 Metern Höhe über einen steileren Hang Richtung Westen aufsteigen. Die flachere und sicherere Variante ist allerdings jene ab etwa 2.600 Metern Höhe.
- Kurz danach flacht das Gelände ab und man betritt ein breites Terrain, das im Winter erstaunlich selten von Skitourengehern besucht wird. Ein kleiner Geheimtipp also. Zunächst halb links Richtung Kuhscheibenferner weiter. Auf knapp 3.100 Metern Höhe folgt eine steile Rinne auf den Grat, der zur Zahmen Leck führen würde. Dieser Abschnitt kann in der Regel nur bei sehr guten Verhältnissen begangen werden. Aufgrund der Länge der Skitour spart man sich am besten den Abschnitt und fellt vor dem steilen Hang auf etwa 3.070 Metern Höhe ab. Ganz ehrlich: Die Abfahrt ist ohnehin das eigentliche Highlight.
- Nun folgt die erste Abfahrtsvariante unterhalb der Zahmen Leck über den Kuhscheibenferner. Rund 600 Höhenmeter herrliche Skihänge warten hier, bis man auf etwa 2.400 Metern Höhe wieder auf den stark frequentierten Aufstiegsweg trifft. Und plötzlich merkt man: Hier draußen gibt es tatsächlich noch Platz.
- Nun erneut die gleiche Variante aufsteigen. Wer sich fragt, warum man freiwillig ein zweites Mal hochgeht: wegen der nächsten Abfahrt. Ab etwa 2.900 Metern Höhe nun aber nach rechts (und nicht nach links, wie beim ersten Aufstieg) über einen moderat steilen Hang (über 30 Grad) Richtung Kuhscheibe aufsteigen.
- Ab etwa 3.050 Metern Höhe wird das Terrain zunehmend steiler (über 40 Grad). Auch hier gilt: Ein Aufstieg zum Gipfel ist nur bei perfekten Bedingungen sinnvoll. In der Regel wird etwa auf 3.100 Metern Höhe abgefellt und die zweite Abfahrtsvariante gestartet. Ein weiterer langer Skihang, der einem das Grinsen ziemlich zuverlässig ins Gesicht meißelt.
- Nun über den Aufstiegsweg (Kuhscheibenferner) wieder abfahren, bis man erneut auf etwa 2.400 Metern Höhe auf den Aufstiegsweg trifft. Von dort führt die Route über die Amberger Hütte zurück ins Tal. Spätestens auf der langen Forststraße wird klar: Die Beine haben heute gearbeitet.
Streckenplan:
Schwierigkeit der Skitour
Beide Varianten sind mit Ausnahme des Schlussteils technisch einfach. Die Schwierigkeit hängt also stark davon ab, wie weit man tatsächlich aufsteigt. Wer einen oder beide Gipfel anpeilt, benötigt sehr gute Verhältnisse sowie Trittsicherheit und kurze Kletterpassagen am Grat.
Gute Kondition ist die Hauptvoraussetzung für diese Skitour.
Lawinengefahr:
Mittel, sofern man nicht die steilen Schlusshänge mitnimmt. Diese sollten nur bei sicherer Lawinenlage begangen werden.
Exposition: Großteils Ost sowie Nord bis Nordost (Zahme Leck) für die Varianten. Der lange Aufstiegsweg und die Abfahrt über das Sulztal verlaufen überwiegend in Nord und Nordost.
Empfohlene Ausrüstung
Komplette Skitourenausrüstung inklusive LVS-Set und Helm. Ausreichend Getränke und Verpflegung sowie Sonnenschutz.
Harscheisen sind als Backup empfehlenswert.
Wer einen der Gipfel besteigen möchte, sollte zusätzlich Steigeisen und Eispickel mitnehmen.
Beste Jahreszeit
Ab Februar gut umsetzbar bis April, in schneereichen Wintern auch bis Mai. Im Verlauf des Frühlings, wenn am Startort bereits zu wenig Schnee liegt, kann man häufig auch mit dem MTB bis zur Amberger Hütte fahren und von dort aus mit den Skiern starten. Ein etwas ungewöhnlicher, aber durchaus effektiver Mix aus Bike und Skitour.
Anreise und Parken
Bei Längenfeld nach Osten über die L239 nach Gries fahren. Dort befindet sich am Ortsende der große gebührenpflichtige Parkplatz. Kosten: 4 Euro pro Tag (Stand: 2026).
Ein Bus fährt ebenfalls gelegentlich nach Gries.
Alle Informationen: Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe
- Abschnitte durch Wälder
- Als Zweitagestour mit Hüttenübernachtung möglich
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
- Bike & Hike
- Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
- Felskontakt entlang der Route
- Helm zu empfehlen
- Kostenpflichtiges Parken oder Maut
- Mit Gletscherkontakt
- Frühjahrsskitour
- Für Schneeschuhwanderer nicht empfehlenswert
- Gletscher-Kontakt (in der Regel ohne Seil begehbar)
- LVS-Set erforderlich
- Skidepot unterhalb des Gipfels
Route (GPX-Strecke): Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe
Hotel oder Unterkunft in Gries
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