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Skitour Zahme Leck 14: Blick zurück mit dem mächtigen Schrankogel.

Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe: Lange Traumtour ohne Gipfelstress

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Im Sulztal von der Amberger Hütte aus bietet sich Skitourengehern ein wahres Paradies.

Doch während die Routen auf die Kuhscheibe oder den Windacher Daunkogel oft innerhalb kürzester Zeit abgefahren sind, gibt es in dieser Region auch den ein oder anderen Geheimtipp, der im Winter fast unberührt bleibt.

Da wäre der breite Osthang unterhalb der Zahmen Leck, von welchem eine Variante nicht nur von der Zahmen Leck möglich ist, sondern sogar von der Kuhscheibe. In der Regel werden beide Gipfel nicht bestiegen, da die Schlusshänge zu steil sind und es dafür sehr gute Konditionen bedarf. Das ist aber ohnehin nicht das Hauptziel dieser Skitour, die mit über 28 km und rund 2.200 Höhenmetern alles andere als kurz ist. Denn schließt man beide Varianten mit ein, hat man jeweils rund 600 Höhenmeter Genussabfahrt, bis man auf die meist überfahrenen Standardrouten trifft.

Dank der Amberger Hütte kann die Tour auch auf mehrere Tage aufgeteilt werden. Wer also Lust auf eine kleine Expedition mit gemütlicher Hüttenatmosphäre hat, kann die Strecke auch entspannt auf zwei Tage verteilen. Der Vorteil: Mehr Zeit für Pulver, Panorama und vielleicht auch für einen Kaiserschmarrn.

Die Berge: Zahme Leck und Kuhscheibe im Überblick

Die Zahme Leck mit ihren rund 3.226 Metern zählt zu den weniger markanten Dreitausendern der Stubaier Alpen und ist wohl eher ein kleiner Vorgipfel der Wilden Leck. Der Name klingt zwar harmlos, doch der Gipfel ist alles andere als zahm. Vor allem die steilen Schlussflanken sorgen dafür, dass viele Skitourengeher den Gipfel respektvoll aus der Distanz betrachten. Ein vernünftiger Plan, denn die Hänge jenseits der 40 Grad verlangen perfekte Bedingungen.

Die Kuhscheibe ist mit etwa 3.189 Metern kaum niedriger und ein Klassiker im Sulztal. Von der Amberger Hütte aus zählt sie zu den beliebtesten Skitourenzielen der Region. Wer allerdings den Blick etwas schweifen lässt und sich nicht nur auf den direkten Gipfelanstieg konzentriert, entdeckt rund um den Kuhscheibenferner einige fantastische Abfahrtsvarianten.

Genau hier liegt der Reiz dieser Tour: Statt stur einem Gipfelziel hinterherzujagen, wird das Gelände kreativ genutzt. Zwei lange Abfahrten, ein riesiges Gletscherareal und erstaunlich wenig Betrieb. Manchmal ist es eben klüger, den Gipfel links liegen zu lassen und stattdessen zweimal perfekten Skihang mitzunehmen. Der Berg nimmt es nicht persönlich.

Das Sulztal selbst gehört zu den klassischen Skitourenrevieren in Tirol. Mit der Amberger Hütte als Stützpunkt öffnen sich unzählige Möglichkeiten: vom gemütlichen Hüttenausflug bis zu langen Gletscherunternehmungen. Wer früh startet, erlebt hier oft eine beeindruckende Winterlandschaft mit riesigen Hängen, stillen Tälern und dem Gefühl, plötzlich mitten in den Alpen und ganz weit weg vom Alltag zu sein.

Beschreibung der Route

  • Start in Gries beim gebührenpflichtigen Parkplatz.
  • Entlang der Forststraße gemütlich, aber lange (fast 6 km) bis zur Amberger Hütte. Der Abschnitt eignet sich hervorragend zum Einrollen der Beine. Oder anders gesagt: Man merkt relativ schnell, ob die Frühstücksportion vielleicht doch etwas zu groß war.
  • Nun im Sulztal (In der Sulze) länger dem Weg entlang des Wannenbach geradeaus Richtung Windacher Daunkogel folgen. Das Tal zieht sich dabei gemütlich nach hinten und die Landschaft wird Schritt für Schritt alpiner.
  • Nach zwei Steilstufen trennt man sich auf gut 2.600 Metern Höhe endlich vom Hauptweg. Nun nicht geradeaus weiter zum Sulztalferner, sondern in einem scharfen Linksbogen Richtung Westen aufsteigen. Bei guten Schneeverhältnissen kann man auch schon etwas früher auf etwa 2.400 Metern Höhe über einen steileren Hang Richtung Westen aufsteigen. Die flachere und sicherere Variante ist allerdings jene ab etwa 2.600 Metern Höhe.
  • Kurz danach flacht das Gelände ab und man betritt ein breites Terrain, das im Winter erstaunlich selten von Skitourengehern besucht wird. Ein kleiner Geheimtipp also. Zunächst halb links Richtung Kuhscheibenferner weiter. Auf knapp 3.100 Metern Höhe folgt eine steile Rinne auf den Grat, der zur Zahmen Leck führen würde. Dieser Abschnitt kann in der Regel nur bei sehr guten Verhältnissen begangen werden. Aufgrund der Länge der Skitour spart man sich am besten den Abschnitt und fellt vor dem steilen Hang auf etwa 3.070 Metern Höhe ab. Ganz ehrlich: Die Abfahrt ist ohnehin das eigentliche Highlight.
  • Nun folgt die erste Abfahrtsvariante unterhalb der Zahmen Leck über den Kuhscheibenferner. Rund 600 Höhenmeter herrliche Skihänge warten hier, bis man auf etwa 2.400 Metern Höhe wieder auf den stark frequentierten Aufstiegsweg trifft. Und plötzlich merkt man: Hier draußen gibt es tatsächlich noch Platz.
  • Nun erneut die gleiche Variante aufsteigen. Wer sich fragt, warum man freiwillig ein zweites Mal hochgeht: wegen der nächsten Abfahrt. Ab etwa 2.900 Metern Höhe nun aber nach rechts (und nicht nach links, wie beim ersten Aufstieg) über einen moderat steilen Hang (über 30 Grad) Richtung Kuhscheibe aufsteigen.
  • Ab etwa 3.050 Metern Höhe wird das Terrain zunehmend steiler (über 40 Grad). Auch hier gilt: Ein Aufstieg zum Gipfel ist nur bei perfekten Bedingungen sinnvoll. In der Regel wird etwa auf 3.100 Metern Höhe abgefellt und die zweite Abfahrtsvariante gestartet. Ein weiterer langer Skihang, der einem das Grinsen ziemlich zuverlässig ins Gesicht meißelt.
  • Nun über den Aufstiegsweg (Kuhscheibenferner) wieder abfahren, bis man erneut auf etwa 2.400 Metern Höhe auf den Aufstiegsweg trifft. Von dort führt die Route über die Amberger Hütte zurück ins Tal. Spätestens auf der langen Forststraße wird klar: Die Beine haben heute gearbeitet.

Streckenplan:

Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe: Streckenplan

Schwierigkeit der Skitour

Beide Varianten sind mit Ausnahme des Schlussteils technisch einfach. Die Schwierigkeit hängt also stark davon ab, wie weit man tatsächlich aufsteigt. Wer einen oder beide Gipfel anpeilt, benötigt sehr gute Verhältnisse sowie Trittsicherheit und kurze Kletterpassagen am Grat.

Gute Kondition ist die Hauptvoraussetzung für diese Skitour.

Lawinengefahr:

Mittel, sofern man nicht die steilen Schlusshänge mitnimmt. Diese sollten nur bei sicherer Lawinenlage begangen werden.

Exposition: Großteils Ost sowie Nord bis Nordost (Zahme Leck) für die Varianten. Der lange Aufstiegsweg und die Abfahrt über das Sulztal verlaufen überwiegend in Nord und Nordost.

Empfohlene Ausrüstung

Komplette Skitourenausrüstung inklusive LVS-Set und Helm. Ausreichend Getränke und Verpflegung sowie Sonnenschutz.

Harscheisen sind als Backup empfehlenswert.

Wer einen der Gipfel besteigen möchte, sollte zusätzlich Steigeisen und Eispickel mitnehmen.

Beste Jahreszeit

Ab Februar gut umsetzbar bis April, in schneereichen Wintern auch bis Mai. Im Verlauf des Frühlings, wenn am Startort bereits zu wenig Schnee liegt, kann man häufig auch mit dem MTB bis zur Amberger Hütte fahren und von dort aus mit den Skiern starten. Ein etwas ungewöhnlicher, aber durchaus effektiver Mix aus Bike und Skitour.

Anreise und Parken

Bei Längenfeld nach Osten über die L239 nach Gries fahren. Dort befindet sich am Ortsende der große gebührenpflichtige Parkplatz. Kosten: 4 Euro pro Tag (Stand: 2026).

Ein Bus fährt ebenfalls gelegentlich nach Gries.


Alle Informationen: Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe

Art der Tour
Schwierigkeit der Tour
Max. Möhe
3117 Meter
Min. Höhe
1594 Meter
Höhenmeter
2204 Höhenmeter
Datum der Bergtour
08.03.2026
Adresse Startpunkt
6444 Gries, 60
Dauer
09:00 Stunden
Distanz
28.6 km
Eigenschaften
  • Abschnitte durch Wälder
  • Als Zweitagestour mit Hüttenübernachtung möglich
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
  • Bike & Hike
  • Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
  • Felskontakt entlang der Route
  • Helm zu empfehlen
  • Kostenpflichtiges Parken oder Maut
  • Mit Gletscherkontakt
Hilfreiche Informationen zur Skitour
  • Frühjahrsskitour
  • Für Schneeschuhwanderer nicht empfehlenswert
  • Gletscher-Kontakt (in der Regel ohne Seil begehbar)
  • LVS-Set erforderlich
  • Skidepot unterhalb des Gipfels
Frequenz
niedrig = großteils ruhige Tour
Rastmöglichkeiten
Beste Jahreszeit

Ort

Bundesland
PLZ
6444
Straße
60
Gebirgsgruppe

Route (GPX-Strecke): Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe

Die Route mit Höhenprofil und GPX-File zur Tour: Strecke Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe

Hotel oder Unterkunft in Gries

Bergwetter Gries

Fotos

Skitour Zahme Leck 14: Blick zurück mit dem mächtigen Schrankogel.
Skitour Zahme Leck 01: Start in Gries. Morgens ist es hier im Schatten eisig kalt.
Skitour Zahme Leck 02: Bei der Sulztalalm lässt sich die Sonne bereits blicken.
Skitour Zahme Leck 03: Bei der Amberger Hütte mit Blick auf die Sulze und den Wannenbach.
Skitour Zahme Leck 04: Amberger Hütte
Skitour Zahme Leck 05: In der Sulze geradeaus weiter
Skitour Zahme Leck 06: Eine kurze Steilstufe wird links umgangen.
Skitour Zahme Leck 07: Nun weiter entlang Richtung Sulztalferner.
Skitour Zahme Leck 08: Auf 2.600 Metern Höhe über einen scharfen Linksbogen wird nun die viel begangene Route (Richtung Windacher Daunkogel) verlassen und es folgt der Westaufstieg zum Kuhscheibenferner.
Skitour Zahme Leck 09: Nur 3 Abfahrtsspuren und das, nachdem es bereits eine Woche nicht mehr geschneit hatte.
Skitour Zahme Leck 10: Blick zurück mit Schrankogel im Hintergrund.
Skitour Zahme Leck 11: Keine Menschenseele weit und breit. Der Parkplatz im Tal war um 8 Uhr bereits voll, aber auf dieser Route bin ich heute ganz alleine.
Skitour Zahme Leck 12: Nun halblinks Richtung Zahme Leck.
Skitour Zahme Leck 13: Blick nach rechts Richtung Kuhscheibe und der zweiten heutigen Variante.
Skitour Zahme Leck 15: Weiterhin halblinks weiter am Kuhscheibenferner.
Skitour Zahme Leck 16: Die Zahme Leck verdeckt die Sonne.
Skitour Zahme Leck 17: Blick zurück
Skitour Zahme Leck 18: Unberührtes Gelände.
Skitour Zahme Leck 19: Blick auf die Kuhscheibe.
Skitour Zahme Leck 20: Den heiklen Abschnitt zum Grat spare ich mir. Ab hier folgt die erste Abfahrt.
Skitour Zahme Leck 21: Es warten 600 Höhenmeter fast unberührte Abfahrt.
Skitour Zahme Leck 22: Blick zurück nach dem ersten Teil der Abfahrt.
Skitour Zahme Leck 23: Schrankogel im Blick
Skitour Zahme Leck 24: Und der letzte steile Hang bevor man auf 2.400 Metern Höhe wieder auf die Aufstiegsroute trifft.
Skitour Zahme Leck 25: Blick Richtung Sulztalferner
Skitour Zahme Leck 26: Und schon bin ich am zweiten Aufstieg.
Skitour Zahme Leck 27: Auf 2.900 Metern Höhe trenne ich mich von der ersten Aufstiegsvariante und steige über dieses Gelände (gut 30 Grad) Richtung Kuhscheibe auf.
Skitour Zahme Leck 28: Nach dem ersten steileren Abschnitt flacht das Terrain kurz ab.
Skitour Zahme Leck 29: Nun wird aber knifflig. Es wird zunehmend steiler.
Skitour Zahme Leck 30: Blick auf die Wilde Leck und darunter die Zahme Leck.
Skitour Zahme Leck 31: Über die Rinne links wäre ein Aufstieg zur Kuhscheibe möglich. Man sieht sogar zwei Abfahrtsspuren von der Kuhscheibe.
Skitour Zahme Leck 32: Blick zurück. Bereits zu steil für Skier.
Skitour Zahme Leck 33: Es wartet wieder eine Traumabfahrt.
Skitour Zahme Leck 34: Nachdem ich im Schnee nicht mehr vorankomme, entscheide ich mich kurz unterhalb des Grats für die Abfahrt.
Skitour Zahme Leck 35: Selfie vor der zweiten Abfahrt.
Skitour Zahme Leck 36: Blick zurück, nach den ersten Abfahrtsmetern.
Skitour Zahme Leck 37: Blick zurück - links die Zahme Leck, rechts Richtung Kuhscheibe.
Skitour Zahme Leck 38: Blick ins Sulztal
Skitour Zahme Leck 39: Die letzte Abfahrt, bevor ich wieder auf die viel begangene Route treffe.
Skitour Zahme Leck 40: Blick zurück
Skitour Zahme Leck 41: In der Abfahrtsroute sieht man die komplett abgefahrene Standardroute von der Kuhscheibe.
Skitour Zahme Leck & Kuhscheibe: Streckenplan

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1 Bewertung
Gesamtbewertung
 
4.4
Atmosphäre
 
4.5
Ausdauer
 
5.0
Technik / Schwierigkeit
 
3.0
Großartige Skitour abseits der Moderouten.
H
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