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Adams Peak Wanderung 08: Gipfel

Adam's Peak Wanderung: Touristenfalle oder spirituelles Abenteuer?

 
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Der Adam's Peak, auch als Sri Pada bekannt, zählt zu den faszinierendsten Pilgerzielen und Wandererlebnissen in Sri Lanka.

Mit einer Höhe von 2.243 Metern ragt der heilige Berg eindrucksvoll aus dem zentralen Hochland empor und bietet eine einzigartige Mischung aus Spiritualität, sportlicher Herausforderung und kultureller Vielfalt. Besonders berühmt ist der mystische Fußabdruck auf dem Gipfel, den verschiedene Religionen für sich beanspruchen: Buddhisten sehen darin Buddhas Fußabdruck, Hindus den von Shiva, Christen und Muslime wiederum jenen von Adam.

Doch wer jetzt an eine entspannte Höhenwanderung mit Ausblicken in alle Himmelsrichtungen denkt, sollte sich lieber auf ein echtes Abenteuer einstellen. Hier geht’s nicht über liebliche Almen oder sanfte Pfade – sondern über mehr als 5.000 Treppenstufen, die bei Tageslicht anstrengend und in der Dunkelheit surreal wirken.

Wandererlebnis mit Kultstatus

Die Tour beginnt harmlos, steigert sich aber schnell zu einer echten Geduldsprobe. Rund 1.000 Höhenmeter warten darauf, erklommen zu werden – und das über unzählige, teils unregelmäßige Stufen. Vergleichbar mit einer Wanderung in den Alpen? Nur, wenn dort plötzlich ein religiöses Festival, ein Treppenhaus-Marathon und ein Teehäuser-Open-Air stattfinden würden – gleichzeitig.

Links und rechts füllen hunderte Shops, Teestuben und Verkaufsstände den Weg. Von Räucherstäbchen über Popcorn bis zu Kuscheltieren gibt es alles, was das Pilgerherz (vielleicht nicht) begehrt. Wer sich nach himmlischer Ruhe sehnt, wird sie hier vergeblich suchen – zumindest während der Hauptsaison.

Besonders eindrucksvoll: Viele Pilger beginnen den Aufstieg mitten in der Nacht, um zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein – ein unvergessliches Erlebnis, das aber auch mit körperlicher Belastung einhergeht. Auch ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen machen sich auf den Weg – eine inspirierende, aber mitunter auch tragische Seite des Adam’s Peak. Leider sind Todesfälle durch Erschöpfung keine Seltenheit, und nicht wenige müssen per Trage wieder ins Tal gebracht werden.


Route für die Tour auf den Adam's Peak

  • Startpunkt ist Nallathanniya (Dalhousie), ein kleines Dorf mit Pilger-Atmosphäre und einfacher Infrastruktur.
  • Vom Ortskern geht es zunächst Richtung Westen – noch gemütlich, bevor die berühmten 5.000+ Treppenstufen beginnen.
  • Die Route umfasst rund fünf Kilometer Strecke bei 1.000 Höhenmetern – die Teehäuser sind zahlreich, die Aussichten dagegen eher Mangelware.
  • Am Gipfel erwartet ein kleines Kloster die Wandernden. Frauen sollten darauf achten, Schultern und Beine zu bedecken – sonst bleibt der Zutritt verwehrt.
  • Die Aussicht vom Gipfel? Leider eher symbolisch, denn die Bauten am Gipfel schränken den Panoramablick deutlich ein.
  • Der Abstieg erfolgt über dieselbe Route – mit brennenden Oberschenkeln inklusive.

Streckenplan:

Adams Peak Wanderung 20 1748433006


Schwierigkeitsgrad der Wanderung

Technisch ist der Aufstieg völlig ungefährlich – keine ausgesetzten Stellen, keine Kletterpassagen. Für Wanderfans mit guter Grundkondition ist der Trip ein durchtrainierter Spaziergang. Doch Achtung: Die rund 5.200 Stufen beanspruchen Waden, Knie und Geduld. Wer vorher dachte, Treppensteigen sei Alltag – der wird hier ein ganz neues Kapitel aufschlagen.

Adams Peak Höhenmeter und Stufen:

  • Rund 1.000 Höhenmeter im Aufstieg
  • Etwa 5.200 Stufen (ja, wirklich!)
  • Höhe am Gipfel: 2.243 Meter - es ist nicht der höchste Punkt/Berg Sri Lankas

Empfohlene Ausrüstung

Schwere Wanderschuhe können getrost im Hotel bleiben – bequeme Turnschuhe oder Laufschuhe reichen völlig aus. Die Route ist durchgehend befestigt, überwiegend mit Beton oder Stein. Trailrunner? Nur, wenn es stilistisch passt.

Snacks und Wasser? Nett gemeint, aber überflüssig. Die Route ist der reinste Selbstbedienungsparcours – Teehäuser bieten alles von Süßigkeiten bis warmen Speisen. Wichtig: Bargeld mitnehmen, denn Kreditkartenleser sucht man hier vergeblich.


Beste Jahreszeit

Ideal ist der Zeitraum von November bis April – da ist es meist trocken, aber auch entsprechend voll. Wer den Menschenmassen entgehen will, sollte einen Wochentag außerhalb religiöser Feiertage wählen. In der Regenzeit von Mai bis Oktober wird die Tour schnell rutschig – und wenig empfehlenswert.


Anreise und Parken

Am entspanntesten ist die Anreise mit dem Taxi nach Nallathanniya – besonders bei weiterer Anfahrt. In Sri Lanka ist Taxifahren meist günstiger und deutlich stressfreier als ein Mietwagen. Tuktuks mögen charmant sein, aber spätestens nach vier Stunden im knatternden Blechkasten wünscht man sich nichts sehnlicher als... ein bequemes Taxi.

Vor Ort gibt es einfache Unterkünfte und viele kleine Guesthouses. Wer direkt am Startpunkt übernachten will, sollte frühzeitig buchen – besonders zur Hochsaison sind die günstigen Schlafplätze schnell vergriffen.


Mein Fazit

Der Adam’s Peak ist keine typische Wanderung – es ist ein Erlebnis. Körperlich für Erfahrene eher nur minimal fordernd, spirituell aufgeladen, kulturell faszinierend und manchmal einfach nur skurril. Wer bereit ist, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, wird mit mehr als nur Muskelkater zurückkehren. Vielleicht mit einem neuen Blick aufs Leben – oder zumindest mit dem festen Vorsatz, nie wieder freiwillig so viele Stufen zu steigen.


Alle Informationen: Adams Peak Wanderung

Art der Tour
Schwierigkeit der Tour
Max. Möhe
2243 Meter
Min. Höhe
1240 Meter
Höhenmeter
1020 Höhenmeter
Datum der Bergtour
30.04.2025
Adresse Startpunkt
Nallathanniya,
Dauer
05:30 Stunden
Distanz
11 km
Eigenschaften
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
  • Durchgehend markierte Route
  • Einkehrmöglichkeit(en) entlang der Route
  • Ideal für Anfänger und Unerfahrene
  • Kinderfreundliche Bergtour
  • Kostenpflichtiges Parken oder Maut
Frequenz
sehr hoch = völlig überlaufene tour

Route (GPX-Strecke): Adams Peak Wanderung

Die Route mit Höhenprofil und GPX-File zur Tour: Strecke Adams Peak Wanderung

Hotel oder Unterkunft in Nallathanniya

Bergwetter Nallathanniya

Fotos

Adams Peak Wanderung 08: Gipfel
Adams Peak Wanderung 01: Start in Nallathanniya
Adams Peak Wanderung 02: Vorbei an vielen Gebetstätten
Adams Peak Wanderung 03: Es gibt nur sehr wenige, kurze Abschnitte, die nicht von Läden gesäumt sind.
Adams Peak Wanderung 04: Nur zu Beginn gibt es keine Treppen.
Adams Peak Wanderung 05
Adams Peak Wanderung 06: Blick auf den Gipfel
Adams Peak Wanderung 07: Der Gipfel
Adams Peak Wanderung 09: Über 5.000 Stufen bis zum Gipfel.
Adams Peak Wanderung 10: Viel Einheimische pilgern auf den Gipfel.
Adams Peak Wanderung 11: Mehrmals werden Personen mit Trage vom Gipfel transportiert. Einheimische gehen meist mit Schlapfen oder gar ohne Schuhwerk bergauf.
Adams Peak Wanderung 12: Nur selten wird man mit einem schönen Ausblick belohnt, denn die Strecke ist überfüllt mit Teeläden und Shops.
Adams Peak Wanderung 13: Viel Müll entlang der Route. Es gibt aber viele Volunteers, die diesen ins Tal tragen.
Adams Peak Wanderung 14: Am Schlussabschnitt mit nun weniger Shops entlang der Route und besserer Aussicht.
Adams Peak Wanderung 15: Der letzte Tea Shop kurz vor dem Gipfel. Einer von Hunderten entlang der Route.
Adams Peak Wanderung 16: Kurz vor dem Gipfel.
Adams Peak Wanderung 17: Blick zurück.
Adams Peak Wanderung 18: Am Gipfel mit Kloster. Eher ein enttäuschender Ort für westliche Touristen. Die Bauten ermöglichen kaum eine schöne Weitsicht.
Adams Peak Wanderung 19: Vor dem Kloster. Frauen müssen ihre Beine und Schultern bedecken.
Adams Peak Wanderung 20: Abstieg auf identischem Wege.
Adams Peak Wanderung 21: Blick auf den Aufstiegsweg, auf dem sich hunderte Läden und Hütten befinden.
Adams Peak Wanderung 22: Im Abstieg vorbei an einem Tempel.
Adams Peak Wanderung 23: Buddha
Adams Peak Wanderung 24: Wasserfall
Adams Peak Wanderung 25: Im Abstieg
Adam's Peak Wanderung: Höhenprofil
Adam's Peak Wanderung: Streckenplan

Karte

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Autoren-Bewertung

1 Bewertung
(Aktualisiert: 17 Oktober 2025)
Gesamtbewertung
 
2.8
Atmosphäre
 
3.0
Ausdauer
 
3.0
Technik / Schwierigkeit
 
1.5
Die Route führt fast durchgehend über Treppen auf den Gipfel samt Kloster. Teilweise mit schöner Atmosphäre, aber leider völlig überlaufen und extrem touristisch.
H
#1 Bewerter
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