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Eine israelisch-palästinenische Gruppe hatte für den heute durchgeführten Jerusalem Marathon Proteste angekündigt.

Und die richten sich leider gegen den Sport und gegen den Marathon, an dem rund 30.000 Läufer- und Läuferinnen aus 60 Ländern teilnehmen.

Die Protestanten wollen laut einer Presseaussendung der Organisation "Freies Jerusalem" darauf aufmerksam machen, dass Jerusalem keine vereinte Stadt ist, wo Sport und kulturelle Aktivitäten neutral sind.

Die Laufveranstaltung präsentiert die Stadt als "normale Stadt", allerdings steht ein Teil seit einem halben Jahrhundert unter Besatzung. Der Kurs der Strecke führt durch einen Teil Ostjerusalems, der jenseits der "Grünen Linie" ist und das Leben vieler Palästinenser störe.

Vom Gründer der jüdisch-arabischen Laufgruppe "Läufer ohne Grenzen", Yisrael Haas, gibt es ebenfalls Kritik an der Laufveranstaltung, da die arabischen Bewohner Jerusalems quasi aus dem Event ausgeschlossen worden seien, da die Ausschreibung zum Marathon nur in den Sprachen Hebräisch, Englisch und Deutsch veröffentlicht wurde, allerdings nicht auf Arabisch.

Auch strengreligiöse Juden drohten laut domradio.de mit Demonstrationen beim Marathon, da sie die Freilassung eines vor Kurzem verhafteten Wehrdienstverweigerers fordern.


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