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Ein Großteil der österreichischen Leichtathletik-Saison liegt bereits hinter uns.

Seit dem Auftakt mit den Hallen-Mehrkampf-Staatsmeisterschaften in verschiedenen Altersklassen Anfang Februar absolvierten die diversen Athleten alles von Hindernis- bis 10 km-Lauf. Unter anderem zwei Marathon-Highlights erwarten uns noch im Kalender, die wir hier näher vorstellen. ​

Dreiländer-Marathon am Bodensee

Lindau am Bodensee ist der Startpunkt für ein weiteres hochwertiges Marathon-Event. Ab 10:30 Uhr findet hier am 8. Oktober der Dreiländer-Marathon statt, der aus Deutschland über Österreich mit einem Schlenker durch die Schweiz zurück nach Österreich führt. Auch wenn die Weltelite sich eher auf die Weltmeisterschaft im August in London konzentriert, sollte sich ein konkurrenzfähiges Feld finden. Bei der Leichtathletik-WM sind Teilnehmer aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz unter den Marathonläufer freilich kaum aufzufinden. Dagegen sind in London beispielsweise Stars wie Mo Farah in den Wetten auf den 5.000 Meter-Marathon zu finden, der auf der längsten Distanz von 10 Kilometern am Wochenende bereits eine Goldmedaille holen konnte. Bei der WM zählen im Übrigen auch die USA mal wieder zu den Favoriten für den Medaillenspiegel.

Die Sportler aus den Alpennationen dagegen werden beim Dreiländer-Marathon den Sieg unter sich ausmachen, wie sie es auch in der vergangenen Ausgabe taten. Der deutsche Oliver Hoffmann gewann die 2016-er Edition in einer Zeit von 2:29:06 Stunden. Er verwies den Schweizer David Schneider (2:29:21) und seinen Landsmann Kedir Burka (2:32:25) auf die Plätze. Auch die Plätze vier bis neun wurden zuletzt nur durch Schweizer und Österreicher gefüllt. Zielort ist dann letztlich das Casino-Stadion in Bregenz, wo wieder viele Zuschauer die Athleten anfeuern werden. Die Teilnehmer der Österreichischen Staatsmeisterschaft starten alle zusammen und werden in Startgruppe 1 aktiv sein. Wer also seine Landsmänner anfeuern möchte, sollte früh vor Ort sein.

Trail-Marathon in der Steiermark

Foto (C) The Blignaut via Twitter

Am 16. September fällt um 9 Uhr morgens der Startschuss zu einem spannenden Meisterschaftsevent in Österreich. Es handelt sich um den 8. Stanzer Trailrun, welcher genau genommen überhaupt kein Marathon ist. Das liegt vor allem an der Gesamtstrecke, die sich nicht knapp über 42 km beläuft, sondern 50 km beträgt. Die Herausforderungen an Mensch und Fitness sind deutlich höher, denn statt über die asphaltierte Straße geht es hier durch die Natur in der Steiermark. Der Gesamtlauf lässt sich in drei Abschnitte einteilen, die auch gut zum Training genutzt werden können. 

Die 1. Teilstrecke führt vom Gemeindeamt Stanz bis nach Schanzsattel und ist 20 km lang. Von Schanzsattel geht es 13 km auf die Stanzbergerhöhe. Das vermeintliche Highlight des Trail-Marathons folgt erst in Abschnitt drei. Von der Stanzbergerhöhe geht es steil nach oben, hinauf auf den Hochschlag, der fast 1600 Meter misst und auch den letzten Läufer außer Atem bringen wird. 2016 holte Thomas Unger in der Kategorie Langdistanz M20 das beste Resultat aller Teilnehmer. Seine Gesamtzeit betrug 4:13:55. Damit verwies er den M30-Sportler Janecek Oldrich (4:21:40) knapp auf den zweiten Platz. Doch selbst diejenigen, die den Trailrun nicht unbedingt als Marathon bestreiten möchten, können zum Beispiel in einer Dreier-Staffel teilnehmen. Neben der nötigen Ausrüstung wird auch für den Bustransfer an den richtigen Ort gesorgt. Die Anmeldegebühr ist hinsichtlich der Streckenlänge moderat und liegt beim Marathon bei 40 €. 

Fotos (C) diya via Twitter und Theo Blignaut via Twitter


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