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Skifahren - wer hat`s erfunden? Es waren weder die Norweger, noch die Schweizer, noch die Österreicher. Es waren die Asiaten. Kaum zu glauben.

Der erste Mensch war ein Nomade, der sich im tief verschneiten Altai-Gebirge auf längliche Holzbretter stellte, die auf einer Seite mit Pferdefell bespannt waren. Das Altai-Gebirge liegt im Grenzgebiet von Kasachstan, Russland, der Mongolei und China und hat über 4.000 Meter hohe Berge. Ca. 8.000 v.Chr. und nach der ersten Eiszeit benutzten die Jäger in diesem Gebirge die „Skier“, um das Wild im Schnee verfolgen zu können.

Die Österreicher waren es zwar nicht, die den Ski erfunden haben, aber das Skifahren samt moderner alpiner Skilauftechnik wurde in Österreich entwickelt. Mit der Geschichte des Skifahren ist unwiderruflich ein Name verbunden: Mathias Zdarsksy. Er lebte in Niederösterreich in Lilienfeld, als er 1897 sein Buch „Lilienfelder Skilauftechnik“ veröffentlichte. Der pfiffige Österreicher stellte sogar Skier her und fuhr Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals auf Holzbrettern steile Hänge hinunter. Für den Richtungswechsel benutzte er einen langen Stock. Nur wenig später fanden dann auch bereits die ersten Skirennen statt.

Ski-Weltcups in Österreich

In Österreich ist der Skisport – und im Besonderen der Skirennsport – mit einer sehr langen und erfolgreichen Tradition verbunden. Kein Wunder also, dass Österreich auch eines der besten und erfolgreichsten Ski-Teams mit einem großen Kader stellt und Österreich immer einen der ersten Plätzte bei den Gesamtweltcupsiegen einnimmt.

Die Orte der populärsten Skiweltcuprennen

  • Sölden
  • Lienz
  • Altenmarkt-Zauchensee
  • Flachau
  • Kitzbühel
  • Bad Kleinkirchheim
  • Saalbach Hinterglemm
  • Schladming-Planai
  • Semmering

Die Rennen lassen nicht nur bei den erfahrenen Skifahrern jede Menge Adrenalin in die Höhe schnellen, sondern auch bei sportbegeisterten Wettfans. Denn die setzen auf den einen oder anderen Skirennläufer und platzieren Tipps beispielsweise auf PlayersBest.com.

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Von Ski-Legenden und Pionieren

Die Alpen in Österreich haben zahlreiche Skilegenden hervorgebracht. Hinter jedem Namen steht ein Mythos - Toni Sailer, Franz Klammer und Hermann Maier und vor allem die legendäre Kitzbühler Rennstrecke Streif. Die Rennstrecke hat ein bis zu 85 Prozent-Gefälle und Rennläufer erreichen hier schon mal Spitzengeschwindigkeiten von 150 km/h. Jedes kämpfen hier auf der weltweit spektakulärsten Abfahrtsrennstrecke die besten Skifahrer der Welt um den Sieg.

  • Zu einer bahnbrechenden Revolution brachte es der Pionier des alpinen Skisports Hannes Schneider.

In den 1920er-Jahren brachte die Eisenbahn die ersten Touristen in die Berge, die den Skisport kennenlernen wollten. Im Winter 1921 war es dann soweit: Hannes Schneider, der wohl bekannteste Skipionier der Welt, gründete die Skischule Arlberg. Er war ein Tausendsassa und späterer Filmstar und wirkte im Film „Der weiße Rausch“ (Untertitel „Neue Wunder des Schneeschuhs“) mit. Der Kinofilm begeisterte 1930 das Massenpublikum und sorgte für große Popularität für den österreichischen Skisport. Hannes Schneiders Erfindung war die Stemmbogen-Technik, die er seinen Skischülern lehrte. In anderen Orte brachte man den Schülern noch den Telemark-Stil bei.

  • Der „weiße Rausch“ findet am 23. April 2022 statt

Noch heute ist „der weiße Rausch“ aktuell – denn jedes Jahr kommen zum Saisonhöhepunkt Skiläufer aus aller Welt nach St. Anton am Arlberg. Es ist der Tag des Kultskirennens, das seine rund 555 Skifahrer alljährlich an ihre sportlichen Grenzen treibt. Nach einem spektakulären Massenstart um 17 Uhr geht es neun Kilometer im Abfahrtsfieber am Vallugagrat hinunter. Wer als Erster das Ziel erreicht, hat gewonnen.

  • In den 30-er Jahren entwickelte der österreichische vierfache Skiweltmeister und Skilehrer Anton (Toni) Seelos mit dem Parallelschwung eine neue Abfahrtstechnik.

Diese neue elegantere Art die Pisten hinunter zu fahren, löste den von Hannes Schneider erfundenen Stemmbogen ab. 

Skifahren entwickelte sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem Breitensport und Österreich zu einem alpinen Skizirkus. 1955 eroberte eine weitere Skitechnik aus Österreich die Welt:

  • Der österreichische Sportlehrer Stefan Kruckenhauser erfand die Wedeltechnik, mit der man in schnellen Kurzschwüngen mit eng geschlossenen Beinen elegant die Piste hinunter fahren kann.

Der Bekleidungs-Wandel

In den 1950er fing man in Österreich mit dem Bauen von Skipisten und Liften sowie Seilbahnen an. Dazu kamen Skihütten, Hotels und Pensionen. Das Skifahren auf zwei Holzbrettern entwickelte sich enorm schnell weiter und das Material für die Skier wurde nicht nur moderner, sondern auch vor allem schneller, sicherer und kostengünstiger.

Nicht nur die Skier veränderten sich, sondern auch die Skibekleidung erfuhr einen Wandel. In den ersten Jahren des Skisports – in den 1920er Jahren - bestanden die meisten Kleidungsstücke zum Skifahren aus Wolle und Männer trugen Wollfilzhosen, dazu Lederschuhe, Gamaschen und als Jacke einen Lodenjanker. In den 1980er Jahren trug man gesteppte Nylonjacken, Overalls und eng anliegende Jethosen, die man extra anfertigen lassen konnte. Heute besteht die Bekleidung aus wahren Hightech-Materialien. Sie sind atmungsaktiv und wind- und wasserdicht. Statt Woll- oder Pelzmützen werden Helme getragen.


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