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Die EURO 2020 läuft bereits auf Hochtouren. Mit dem Abschluss der Gruppenphase ist die Pflicht für zahlreiche Favoriten erledigt. Doch nun folgt die Kür und hier wird sich in der K.o.-Phase sehr schnell zeigen, welche Favoriten ihrer Rolle gerecht werden können. Die Experten haben vor Beginn des Turniers Frankreich, England, Belgien und Deutschland als jene Mannschaften identifiziert, die die besten Chancen haben den Titel zu holen.

Dieses Jahr stellt die Fußballer jedoch weltweit vor besondere Herausforderungen. Immerhin hat die Anzahl der Bewerbe zuletzt stetig zugenommen. Wenn dann im Sommer auch noch ein internationaler Großevent, wie die Fußball-Europameisterschaft stattfindet, müssen die Athleten naturgemäß an ihre Grenzen gehen. Das betrifft die Stars der großen Fußball-Nationen ganz besonders.

Die Anstrengungen der letzten Monate machen sich bemerkbar

Immerhin haben sie nicht nur die Meisterschaft, den nationalen Cup-Bewerb und die UEFA Champions-League hinter sich gebracht, sondern waren zumeist auch noch bei der jeweiligen Nationalmannschaft für Qualifikationsspiele und die Vorbereitung auf die EURO 2020 in Einsatz. Studien haben bewiesen, dass der menschliche Körper mehrere Tage benötigt, um sich von den Strapazen eines Spiels zu erholen. Das ist jedoch bei einem Turnier wie der EURO 2020 kaum umzusetzen. Ganz im Gegenteil, die Spiele finden nun auch noch während der ersten großen Hitzewelle dieses Sommers statt.

Diese wird zwar immer wieder mit Trinkpausen bekämpft, doch diese können eine grundlegende Regeneration nicht ersetzen. Studien beweisen, dass eiskaltes Wasser die Leistungsfähigkeit fördert, doch der dichte Terminkalender lässt Erholung nur bedingt zu. Da bleibt kaum Zeit, um nach einem Spiel die volle körperliche Leistungsfähigkeit wiederzuerlangen. Die englische Premier League verlangt ihren Spielern besonders viel ab, das macht sich nun bemerkbar. In den letzten Gruppenspielen hätte leicht passieren können, dass zwei Top-Favoriten vorzeitig das Turnier verlassen müssen.

Deutschland und Portugal zittern sich ins Achtelfinale

Während England und Belgien sicher das Achtelfinale erreichten, mussten Deutschland und Gruppengegner Portugal bis zum Ende zittern. Die entscheidenden dritten Spiele der Gruppenphase wogten lange hin und her. Jedes Ende wäre zu diesem Zeitpunkt möglich gewesen. Doch am Ende konnten sich die Favoriten durchsetzen.

Doch auch England ist keineswegs so sattelfest, wie es die Punkte in der Gruppe D vielleicht erscheinen lassen. Die Briten verzeichneten zwar zwei Siege und ein Remis, doch die Torbilanz sieht bisher relativ traurig aus. Die beiden Erfolge wurden durch einen jeweils mageren 1:0 Erfolg abgesichert. Damit bleibt die Mannschaft doch etwas hinter den Erwartungen zurück. Wie stark das Team von Manager Gareth Southgate wirklich ist, kann es im Achtelfinale unter Beweis stellen.

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Zahlreiche Schwachstellen schüren Zweifel

Dort empfangen die Three Lions im Londoner Wembley Stadium die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Diese gilt nicht umsonst als klassische Turniermannschaft, die sich im Laufe des Geschehens immer weiter steigern kann. Das bekam zuletzt auch Portugal zu spüren. Da zeigte das Team ein völlig anderes Gesicht auf dem Spielfeld. Zwar schwankt bisher auch die Leistung der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bedenklich, doch im Wembley wird sie zweifellos die Stärke des englischen Nationalteams auf die Probe stellen.

Bisher blieb die Leistung der Engländer jedoch dürftig. Die Mannschaft wies dabei mehrere Schwachstellen auf. Diese schüren Zweifel, ob das Nationalteam tatsächlich stark genug ist, um das Finale im eigenen Land erreichen zu können. Zwar zeigen die Spieler reichlich Potenzial, doch meistens bleibt es bei den guten Ansätzen. Daher hält sich die Euphorie im Land bisher ebenfalls in Grenzen. Bisher sind die Spieler im Laufe der drei Gruppenspiele noch nicht in Rückstand geraten. Doch niemand weiß, wie die Mannschaft darauf reagieren würde. Über weite Strecken agierte das englische Nationalteam jedoch immer wieder relativ lustlos.

Kommt Sancho gegen Deutschland zum Einsatz?

Auffallend ist, dass der bei Borussia Dortmund groß aufspielende Jadon Sancho bisher so gut wie nie zum Einsatz kam. Jener Stürmer, um den sich die größten englischen Klubs prügeln, spielt in der englischen Nationalmannschaft keine Rolle. Dabei würde gerade er jene Kreativität mitbringen, die dem Spiel der Engländer guttun könnte. Gut möglich, dass er gegen Deutschland erstmals von Beginn an zum Einsatz kommt. Schließlich kennt er den Gegner so gut, wie kaum ein anderer Spieler seiner Mannschaft.

wembley stadion pixa 1200

Die große Überraschung des Teams heißt zumindest bisher Bukaya Saka. Der junge Stürmer von FC Arsenal überzeugte mit seiner enormen Geschwindigkeit und seiner Ballkontrolle. Wenn er den Ball erobert hat, ist er für den Gegner unberechenbar. Diese Fähigkeiten werden gegen Deutschland gefragt sein, schließlich träumen viele Fans nach wie vor vom ersten Fußball-Europameisterschafts-Titel ihrer Mannschaft. Der erste Härtetest für die Three Lions steht also noch bevor.


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