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LaufenLeichtathletik

Leichtathletik U23-EM: Starker Auftritt über 1500 Meter sorgt für bestes ÖLV-Ergebnis in Ostrava.

Andreas Vojta hat bei der Leichtathletik U23-EM in Ostrava im 1500m-Finale den vierten Platz erreicht. Die Entscheidung bei praller Sonne und 28°C war dramatisch bis zum letzten Schritt. Der 22-jährige Athlet aus Gerasdorf bei Wien lief in 3:50,75 Minuten bis auf 16 Hundertstelsekunden an Bronze heran. Sieger Florian Carvalho aus Frankreich war bloß 0,33 Sekunden vor ihm. Am Schlusstag der U23-EM hat Vojta vom Verein team2012.at damit für das beste Resultat des ÖLV-Teams gesorgt. Zuvor hatte bereits Dominik Distelberger (UVB Purgstall) im Zehnkampf mit dem siebten Rang (7735 Punkte) eine starke Platzierung erreicht.

Pfeilschnelle Schlussrunde im Kampf um Medaille
Ich habe mein Bestes gegeben und keinen Fehler gemacht. Leider waren drei andere heute spritziger als ich“, resümierte Vojta sein Rennen. Nach sehr langsamem Beginn kam das gesamte zwölfköpfige Feld geschlossen in die letzte Runde. Vojta war bei der entscheidenden Attacke dabei und lag 250 Meter vor dem Ziel an vierter Stelle. Stets in Kontakt mit dem Führungstrio Florian Carvalho (FRA), James Shane (GBR) und David Bustos (ESP) kämpfte er bis zum Schluss um eine Medaille. Eine pfeilschnelle Schlussrunde in 51,6 Sekunden war aller Ehren wert. „In der letzten Kurve habe ich gedacht, dass ich es noch nach vorne schaffen kann. Ich bin näher gekommen, aber schade, ich war zu langsam.“

Andreas Vojta hat mit seinem Auftritt in Ostrava einmal mehr seine Klasse auf europäischem Niveau und hohe Wettkampfstärke bewiesen. Im Vorjahr war er als absoluter Newcomer ins 1500m EM-Finale gelaufen. Heuer hat er als erster ÖLV-Athlet das WM-Limit für Daegu und das Olympialimit für London erbracht.

„Leistungen zum Teil auf Weltklasseniveau“
Christian Röhrling, ÖLV Bundestrainer Nachwuchs, resümierte die U23-Titelkämpfe aus ÖLV-Sicht positiv: „Die zwei international erfahrensten Athleten, Andreas Vojta und Dominik Distelberger, haben sich am besten präsentiert. Die Gesamtbilanz spiegelt unsere Stärke wieder, niemand im achtköpfigen Team hat versagt. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir härter und besser trainieren müssen, um den Anschluss zu halten. Die U23-EM ist die meistunterschätzte Meisterschaft im Wettkampfprogramm. Die Leistungsstärke und Reife der Athleten ist sehr hoch, zum Teil auf Weltklasseniveau. Wenn wir es schaffen, uns hier zu behaupten, haben wir auch Chancen, in der Allgemeinen Klasse erfolgreich zu sein.

ÖLV-Nachwuchs mit guten internationalen Auftritten
Der ÖLV-Nachwuchs hat zuvor bereits bei der U18-WM in Lille gute Resultate gezeigt, u.a. mit Rang neun durch Lukas Wirth (ATSV Innsbruck) im Stabhochsprung und Rang zwölf im Achtkampf durch Andreas Meyer (ULC Mödling). Mit der U20-EM in Tallinn geht von 20. bis 24. Juli das Programm der internationalen Nachwuchsmeisterschaften weiter.

1500m Finale Männer
1. Florian Carvalho (FRA) 3:50,42
2. James Shane (GBR) 3:50,58
3. David Bustos (ESP) 3:50,59
4. Andreas Vojta (AUT) 3:50,75


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