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Eier gelten im Volksmund als Cholesterinbomben und, wer ein zu hohes Cholesterin hat, soll vor allem mal auf Eier verzichten.

UNIQA Arbeitsmediziner Dr. Peter Kritscher hält dem entgegen: „Eier enthalten wichtiges Eiweiß, Vitamine, Calcium und Eisen. Das macht sie zu einem wertvollen Lebensmittel. Drei Eier pro Woche zu essen ist absolut unbedenklich und zu Ostern darf es durchaus auch mal das eine oder andere mehr sein. Wenn man einen zu hohen Cholesterinspiegel hat, dann gibt es viel effizientere Methoden um diesen zu senken.“

Die modere Medizin empfiehlt beim Cholesterin folgende Werte: beim LDL soll man unter 160 mg liegen und beim HDL über 40 mg. „Wobei, diese Traumwerte erreichen nur 50 Prozent der Österreicher“, weiß Kritscher. Ist der LDL-Wert zu hoch, dann kann man durch eine Umstellung der Ernährung diesen Wert um 10-15 Prozent senken. Der Rest jedoch wird durch den Körper, durch die Leber selber gebildet und ist durch eine Diät nicht beeinflussbar. Weglassen sollen Risikopatienten vor allem Transfette, wie sie etwa in Frittiertem oder Blätterteig vorkommen. Aber auch Wurstwaren, Speck, Innereien und fettes Fleisch gehören vom Speiseplan gestrichen.

LDL schlecht – HDL gut

Ein zu hoher LDL-Wert erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßverengungen und Arteriosklerose. „Das Heimtückische ist: man spürt keine Symptome“, erklärt Kritscher. „Für Risikogruppen ist daher ein gesunder Lebenswandel besonders wichtig: regelmäßig Bewegung, Sport und Gewicht reduzieren.“ Bleibt das Cholesterin trotz allem zu hoch, kann durch Medikamente die körpereigene Produktion reduziert oder der Abbau beschleunigt werden. Übrigens sorgt ein guter HDL-Wert dafür, dass abgelagertes Fett wieder abtransportiert wird. Den HDL-Wert kann man besonders durch Ausdauersport erhöhen.

Für alle, die sich schon auf Ostern freuen weiß der UNIQA Mediziner: „Lassen Sie sich die Freude auf die Ostereiern nicht verderben. Viel wichtiger, als die Eier vom Speiseplan wegzulassen, ist generell eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.“

Österreicher ernähren sich überwiegend gesund

Eine Gesundheitsstudie durchgeführt von UNIQA Österreich unter 1.600 Befragten zeigt, dass sich Herr und Frau Österreicher sehr bewusst darüber sind, wie wichtig gesunde Ernährung ist: 42,2 Prozent essen mehrmals täglich oder täglich Obst und 38,1 Prozent Gemüse. Fleisch hingegen rangiert mit 16,1 Prozent im hinteren Bereich. Abgeschlagen ist jedoch Fisch mit gerade einmal 1,6 Prozent. Auffällig ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen: So greifen 23,1 Prozent der Männer aber nur 9,2 Prozent der Frauen täglich zur Fleischgabel. Im Gegenzug essen Frauen mehr Obst (49,8 Prozent) und Gemüse (47,3 Prozent) als Männer (Obst: 34,6 Prozent; Gemüse: 28,8 Prozent).

Große Unterschiede gibt es auch zwischen den Bundesländern: Die Fleischtiger sitzen im Burgenland (21,8 Prozent) gefolgt von Niederösterreich (18,9 Prozent) und Kärnten sowie Salzburg (17,8 Prozent). Am wenigsten Fleisch essen Vorarlberger (9,9 Prozent) Tiroler (11,0 Prozent) und der Steirer (12,6 Prozent) Im Mittelfeld liegen Wien (16,5 Prozent und Oberösterreich (17,6 Prozent). Große Unterschiede gibt es auch beim Obst: Während nur 29,1 Prozent der Burgenländer häufig Obst essen sind es in Salzburg 47,8 Prozent (OÖ: 47,7; Stmk: 44,2; Vbg:43,7; T:42,5; NÖ:42,3; K:38,6; W: 38,0 Prozent).

Quelle OTS

Region: Allgemein

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